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Presse

Datum:
23.03.2001

Zeitung:
Berliner Morgenpost

Titel:
Revolutionäre Zellen

Revolutionäre Zellen

Die Revolutionären Zellen (RZ) traten erstmals 1973 in Erscheinung, als sie in Berlin einen Anschlag auf die US-Firma ITT verübten. In einem Strategiepapier teilten sie ihre Aktionen in drei Bereiche: "Antiimperialistische Aktionen", "Aktionen gegen Filialen und Komplizen des Zionismus in der BRD" und "Aktionen, die den Kämpfen von Arbeitern, Jugendlichen, Frauen weiterhelfen sollen". Im Gegensatz zur RAF lehnten die Zellen Mord als politisches Mittel ab.

Nach der Entführung eines Flugzeugs kam es innerhalb der Zellen zum Streit, der zur Abspaltung des Inlandflügels von der "Carlos-Gruppe" führte. 1993 lösten sich die RZ auf. Nach Angaben des Kronzeugen Tarek Mousli gab es in Deutschland vier geographisch und organisatorisch unabhängige Zellen. Neben den Zellen in Berlin bestanden demnach außerdem Gruppierungen in Norddeutschland, im Ruhrgebiet und im Frankfurter Raum. Der feministische Flügel der RZ nannte sich Rote Zora, der 1974 erstmals einen Anschlag beging.

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http://www.freilassung.de/presse/berlin/mp230301c.htm