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Presse

Datum:
16.05.2001

Zeitung:
Berliner Morgenpost

Titel:
Erneut Prozess in Sachen "Revolutionäre Zellen"

Erneut Prozess in Sachen "Revolutionäre Zellen"

Vor dem Berliner Kammergericht wird am Donnerstag der Prozess gegen fünf mutmaßliche Mitglieder der "Revolutionären Zellen" (RZ) neu aufgerollt. Vier Männer und eine Frau müssen sich darin wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die von der Berliner Gruppe der RZ verübten Terroranschläge in den 80er-Jahren.

Hauptangeklagter ist nunmehr der im Frankfurter Opec-Prozess freigesprochene Rudolf Sch. Das Verfahren gegen den 58-Jährigen war nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes mit dem im April ausgesetzten Berliner Prozess gegen seine Ehefrau Sabine E. und drei weitere Angeklagte verbunden worden. Mit Sch. glaubt die Bundesanwaltschaft den Rädelsführer der linksextremistischen Terrorgruppe auf der Anklagebank zu haben.

Sch. und seine Ehefrau sollen von 1985 bis 1990 zur Führungsebene der RZ gehört und maßgeblich Einfluss auf die Berliner Aktionen gehabt haben. Dazu gehörten die Attentate auf den Leiter der Berliner Ausländerbehörde, Harald Hollenberg, im Oktober 1986 sowie den damaligen Richter des Bundesverwaltungsgerichtes, Günter Korbmacher, im September 1987. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass Schindler die gezielten Beinschüsse abgegeben hat.

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